1868

Der Kaufmännische Verein stellt sich vor

Der KV – Ein moderner Verein mit langer Tradition

Der heutige Kaufmännische Verein in Linz beruht auf einer Initiative von elf jungen Kaufleuten. Diese hatten sich Mitte des 19. Jahrhunderts zusammengeschlossen und riefen unter dem Credo „Bildung, Fortschritt, Freiheit“ das Gründungskomitee des Vereins junger Kaufleute in Linz ins Leben.

Am 19. Jänner 1868 fand im Sitzungssaal des Linzer Gemeinderats die Gründungsversammlung des Vereins statt.  Erster Obmann war Eduard von Nagel. Das erste Vereinslokal befand sich im Vielguthaus. Später wurden Räumlichkeiten im Eurichhaus in der Domgasse angemietet.

Die ersten, bescheidenen Vereinslokale entwickelten sich rasch zu Zentren des gesellschaftlichen Lebens. Ähnlich dem heutigen Wifi, BFI und der VHS hatte damals der Kaufmännische Verein Bildungsaufgaben übernommen.

Der KV war von Beginn an die treibende Kraft für ein reges und faires Geschäftsleben in Linz. Darüberhinaus war man schon damals mit dem Begriff des Netzwerkens vertraut und so pflegten die Linzer Kaufleute Kontakte zu anderen kaufmännischen Vereinen in Europa.

Der Verein wuchs stetig an und bereits zum 25-jährigen Jubiläum 1893  füllten die Gäste die große Volksfesthalle am ehemaligen Südbahnhof. Die Errichtung des Kaufmännischen Vereinshaus, dem heutigen Palais, war zu dem Zeitpunkt bereits beschlossene Sache.

Heute ist der Kaufmännische Verein ein modernes Netzwerk, das seinen ca. 750 Mitgliedern eine Reihe von exklusiven Veranstaltungen, wie Empfänge, Feiern, Exkursionen oder Reisen, bietet.

1898

Das Palais – Ein Haus, das Geschichte schreibt

1892, ein Jahr vor seinem 25-jährigen Jubiläum, läutete der Kaufmännische Verein in Linz eine neue Ära ein: Er hatte den Bau eines eigenen Vereinshauses an der Ecke Landstraße/Bismarckstraße beschlossen.

 Am 30. März 1896 erfolgte der Spatenstich zum Bau des Palais.

Bereits am 20. November 1898 öffnete das Haus seine Pforten. Noch im selben Jahr zog der Männerbund „Schlaraffia“ als erster Mieter ein und ist bis heute im Palais geblieben.

1939

Vor- und Nachkriegsjahre

Von 1939 bis 1945 erlitt das Bauwerk Kriegsschäden und wurde schließlich wiederaufgebaut.

Noch während der Besatzungszeit fand 1949 der erste Nachkriegsball des Kaufmännischen Vereins statt.

Von 1951 bis 1953 übergab die US-Besatzungsmacht das Palais wieder seinem rechtmäßigen Besitzer, dem Kaufmännischen Verein.

2006

Neubau

Im November 2006 wurde der einstimmige Beschluss gefasst, das traditionsreiche Haus um einen modernen Bau samt Tiefgarage zu erweitern.

Ein Jahr später, im November 2007, wurde mit den Arbeiten begonnen. Aufgrund eines Einspruchs aus der Nachbarschaft erfolgte allerdings von Dezember 2007 bis September 2008 ein Baustopp.

 Am 19. Oktober 2010 konnte der Anbau schließlich von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Bürgermeister Dr. Franz Dobusch, WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl und WKOÖ-Präsident Dr. Rudolf Trauner und KV Präsident KommR Franz Penz feierlich eröffnet werden.

 Die Erweiterung eröffnete eine neue Perspektive im Veranstaltungsmanagement: Dank der zusätzlichen Räume in dem architektonisch modernen Komplex erhöhte sich die Gesamtkapazität des Palais von 1.400 auf 1.800 Besucher.